Tropische Pflanze – kein Frost, keine Kälte toleriert.
Stevia (Stevia) gehört in die Kategorie Kräuter und ist ab dem Frühsommer (ab GTS 300–350) für das Freiland geeignet.
Als Richtwert gilt die Grünlandtemperatursumme (GTS): Stevia kann sicher ausgepflanzt werden, wenn die GTS den Schwellenwert für Frühsommer überschritten hat und kein Frost mehr zu erwarten ist. GrowPilot.guide berechnet die aktuelle GTS für deinen Standort automatisch.
🗓️ Empfehlung: Prüfe vor dem Auspflanzen immer die 10-Tage-Wetterprognose für deinen Standort. Der GTS-Wert allein ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt aber keine Frostprognose.
Stevia verträgt absolut keinen Frost. Bereits leichter Bodenfrost (−1°C) kann zur vollständigen Zerstörung der Pflanze führen. Erst auspflanzen, wenn die Nachttemperaturen stabil über 12°C liegen und der Wetterdienst keinen Frost in den nächsten 14 Tagen vorhersagt.
❄️ Eisheiligen beachten! In Deutschland können Spätfröste bis Mitte Mai auftreten (11.–15. Mai). Stevia niemals vor Abschluss der Eisheiligen ins Freiland.
Stevia wächst am besten bei Tagestemperaturen zwischen 20°C und 32°C. Die Mindest-Nachttemperatur sollte nicht unter 12°C fallen.
Stevia zeigt eine mittlere Empfindlichkeit gegenüber Schimmel. Bei Dauerregen oder sehr hoher Luftfeuchtigkeit sollte Vorsorge getroffen werden – gute Belüftung ist wichtig.
Regenempfindlichkeit: Mittel – Mäßiger Regen wird toleriert, Staunässe sollte aber vermieden werden.
Der folgende Kalender zeigt, wann du Stevia vorziehen, säen, pflanzen und ernten kannst.
| Maßnahme | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 🏠 Voranzucht innen | ||||||||||||
| 🪴 Auspflanzen | ||||||||||||
| 🌾 Erntezeit |
Standort: ☀️ Volle Sonne · Boden: locker, sandig-humos, gut drainiert
In der Mischkultur spielen Nachbarschaftsbeziehungen eine wichtige Rolle. Die richtigen Begleitpflanzen können Schädlinge abwehren, den Boden verbessern und das Wachstum fördern.
✅ Gute Nachbarn für Stevia:
💡 Blätter vor der Blüte ernten – dann am süßesten. Als einjährige Pflanze in Deutschland kultivieren oder im Topf überwintern.
GrowPilot.guide berechnet für deinen Standort die aktuelle GTS, zeigt die phänologische Jahreszeit und gibt dir eine personalisierte Tagesanalyse speziell für Stevia – inklusive Frostwarnung, Schimmelrisiko und optimaler Pflanzzeit.
Wähle in der App einfach den Modus Kräuter und dann deine Pflanze Stevia – GrowPilot.guide analysiert täglich das Wetter und gibt dir konkrete Handlungsempfehlungen.
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Pflegestufe: 🌿 Mittel
Lebenszyklus: Stevia ist ein mehrjähriger Halbstrauch, der in Deutschland als einjährige Kulturpflanze behandelt wird. Die Süßkraft entsteht durch Steviolglykoside (Steviosid, Rebaudiosid A) im Blattgewebe; 200–300× süßer als Zucker. Die Pflanze reagiert als Kurztagpflanze auf abnehmende Tageslängen im Herbst mit Blütenbildung, was den Blattgeschmack leicht verändert.
Erwarteter Ertrag: 50–150 g Trockenblätter pro Pflanze bei 2–3 Ernten; Steviosid-Konzentration im Sommer am höchsten.
Die folgenden Schädlinge treten bei Stevia besonders häufig auf. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung.
Erkennungszeichen: Adulte kleine schwarze Fliegen (April–Oktober); Larven weißlich, 8 mm, fußlos, in Wurzeln und Stängeln. Charakteristisch rostbraune Fraßgänge in Pfahlwurzeln.
Schadbild: Fraßgänge in Wurzeln und Stängeln; Pflanzen kümmern, Blätter gilben; sekundäre Fäulniserreger besiedeln Fraßgänge.
Bekämpfung: Insektenschutznetz (0,8 mm Maschenweite) über den Beeten; Gelb-Klebefallen zur Populationsüberwachung; Fruchtfolge (min. 3 Jahre ohne Apiaceae).
Erkennungszeichen: Grün bis gelbgrün, 1–2 mm; bevorzugen Dolden und Triebspitzen; Honigtau-Exkrete; Ameisen als Indikator.
Schadbild: Dolden- und Triebdeformation; Honigtau fördert Rußtaupilze; Virusübertragung möglich (BYDV, AMV).
Bekämpfung: Kaliseife (3 g/L); Nützlinge (Marienkäfer, Aphidius colemani); befallene Triebspitzen entfernen.
Erkennungszeichen: Gelblich-grüne Raupen (8–12 mm) in charakteristischen Gespinstnestern an Dolden; Motten bräunlich, 10 mm.
Schadbild: Gespinstbedeckte Dolden; Raupen fressen Doldenstrahlen und Samen; Triebe welken; starke Ertragsminderung.
Bekämpfung: Befallene Dolden entfernen und vernichten; Bacillus thuringiensis var. kurstaki; Schutznetze gegen Eiablage.
Erkennungszeichen: Kleine (2–3 mm) schwarz-glänzende Käfer mit Sprungbeinen; typisches Lochfraß-Muster auf Jungpflanzenblättern.
Schadbild: Runde Lochfraß-Fenster auf Blättern; Jungpflanzen besonders gefährdet; bei starkem Befall vollständige Entlaubung.
Bekämpfung: Netzabdeckung; Kaolin-Ton auf Blätter; Pyrethrin als letztes Mittel; Fruchtfolge.
Pilzliche und bakterielle Erkrankungen sind bei Stevia häufig und können bei ungünstigen Bedingungen schnell zur vollständigen Ernteschädigung führen.
Ursache: Biotropher Pilz bei 20–28 °C und geringer Luftfeuchtigkeit.
Verlauf: Weißer Mehlpuder auf Blättern; Blattvergelbung; Ertragsverlust.
Prävention & Bekämpfung: Luftzirkulation; Backpulver-Lösung; befallene Blätter entfernen.
Ursache: Nekrotropher Pilz bei >80 % Luftfeuchte; bevorzugt abgestorbenes Gewebe.
Verlauf: Grauer Sporenpelz; Gewebeerweichung; Ausbreitung auf gesunde Triebe.
Prävention & Bekämpfung: Morgensbewässerung; Belüftung; Trichoderma-Bodenbehandlung.
Ursache: Oomycet bei Staunässe; Stevia braucht gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne Staunässe.
Verlauf: Welken trotz feuchtem Substrat; Stängelbasis braun-schwarz.
Prävention & Bekämpfung: Gut drainierendes Substrat; kein Untersetzer; erst bei trockener Oberfläche gießen.
Ursache: Pilzbefall bei anhaltender Blattfeuchte.
Verlauf: Braune Blattflecken; Nekrose; Blätter fallen ab.
Prävention & Bekämpfung: Blätter trocken halten; Kupfer-Fungizid; Abstand sichern.
Die folgende Tabelle hilft dir, Symptome an deiner Stevia-Pflanze zu identifizieren und die richtige Gegenmaßnahme zu ergreifen. Botanisch präzise Symptombeschreibungen ermöglichen eine schnelle Diagnose.
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Stevia-Blätter werden gelb, beginnend an älteren Blättern | Stickstoffmangel: N wird aus älteren in jüngere Blätter remobilisiert. | Stickstoffdünger (Flüssig-Volldünger, 0,5 g/L) alle 14 Tage; pH auf 6,0–7,0 prüfen. |
| Pflanze kräuselt sich und wächst kaum | Blattlausbefall oder Eisenmangel bei zu hohem pH (>7,0). | Blattläuse bekämpfen; pH absenken; Eisenchelat applizieren. |
| Weißer Mehlpuder auf Blättern | Echter Mehltau (Erysiphe spp.) bei trockener Luft und dichtem Stand. | Auslichten; Backpulver-Lösung (1 g/L); befallene Blätter entfernen. |
| Pflanze welkt trotz feuchtem Substrat | Wurzelfäule (Pythium/Phytophthora) durch Staunässe. | Drainage verbessern; Substrat erneuern; Bewässerung reduzieren. |
| Silbrige Stippen auf Blättern | Spinnmilben (Tetranychus urticae): Zellinhalt-Saugschäden. | Luftfeuchtigkeit erhöhen; Raubmilben einsetzen; Rapsöl sprühen. |
| Aroma schwächer als erwartet | Zu viel Stickstoff oder Wasser verdünnt ätherische Öle; Lichtmangel. | Sonnigsten Standort wählen; N-Düngung 2 Wochen vor Ernte stoppen; morgens ernten. |
| Stängel verholzt, kaum neue Triebe | Fehlender Verjüngungsschnitt; natürlicher Alterungsprozess vieler Kräuter. | Regelmäßig zurückschneiden (1/3–2/3 der Masse); Pflanze treibt erneut aus. |
| Pflanzen sterben im Winter ab | Kälteschadenoder Kombination aus Frost und Staunässe. | Gut drainierenden Standort wählen; in Töpfen kalt-frostfrei überwintern; mulchen. |
| Wollbüschel in Blattachseln | Schmierläuse (Planococcus spp.): wachsartige Schutzauflage. | Mechanisch mit Alkohol entfernen; Neem-Öl; Cryptolaemus montrouzieri. |
| Braune Blattränder, "verbrannter" Rand | Salz-/Kaliummangel oder Calciummangel durch ungleichmäßige Bewässerung. | Gleichmäßig gießen; Substrat mit Wasser durchspülen; Calciumpräparat geben. |
Ergänzendes Anbauwissen für den Anbau von Stevia:
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