Im Kübel – bei starkem Frost einbringen.
Lorbeer (Bay Laurel) gehört in die Kategorie Kräuter und ist ab dem Frühling (ab GTS 100–200) für das Freiland geeignet.
Als Richtwert gilt die Grünlandtemperatursumme (GTS): Lorbeer kann sicher ausgepflanzt werden, wenn die GTS den Schwellenwert für Frühling überschritten hat und kein Frost mehr zu erwarten ist. GrowPilot.guide berechnet die aktuelle GTS für deinen Standort automatisch.
🗓️ Empfehlung: Prüfe vor dem Auspflanzen immer die 10-Tage-Wetterprognose für deinen Standort. Der GTS-Wert allein ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt aber keine Frostprognose.
Lorbeer verträgt leichten Frost bis ca. −3°C. Längere Frostperioden oder strenger Frost sind jedoch schädlich. Ab Mindest-Nachttemperatur 2°C kann bedenkenlos ausgepflanzt werden.
Lorbeer wächst am besten bei Tagestemperaturen zwischen 12°C und 30°C. Die Mindest-Nachttemperatur sollte nicht unter 2°C fallen.
Lorbeer ist relativ robust gegenüber Schimmel und verträgt auch feuchtere Bedingungen gut. Trotzdem gilt: Staunässe ist immer zu vermeiden.
Regenempfindlichkeit: Mittel – Mäßiger Regen wird toleriert, Staunässe sollte aber vermieden werden.
Der folgende Kalender zeigt, wann du Lorbeer vorziehen, säen, pflanzen und ernten kannst.
| Maßnahme | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 🪴 Auspflanzen | ||||||||||||
| 🌾 Erntezeit |
Standort: ☀️ Volle Sonne · Boden: durchlässig, locker, sandig-humos
In der Mischkultur spielen Nachbarschaftsbeziehungen eine wichtige Rolle. Die richtigen Begleitpflanzen können Schädlinge abwehren, den Boden verbessern und das Wachstum fördern.
✅ Gute Nachbarn für Lorbeer:
💡 Nur im Kübel oder an geschützter Südmauer – bei Frost unter -12°C einbringen. Frische Blätter intensiver im Aroma als getrocknete.
GrowPilot.guide berechnet für deinen Standort die aktuelle GTS, zeigt die phänologische Jahreszeit und gibt dir eine personalisierte Tagesanalyse speziell für Lorbeer – inklusive Frostwarnung, Schimmelrisiko und optimaler Pflanzzeit.
Wähle in der App einfach den Modus Kräuter und dann deine Pflanze Lorbeer – GrowPilot.guide analysiert täglich das Wetter und gibt dir konkrete Handlungsempfehlungen.
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Jetzt kostenlos starten →Botanische Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae), Gattung Laurus, Art Laurus nobilis (Echter Lorbeer)
Pflegestufe: 🌿 Mittel
Lebenszyklus: Echter Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit lederigen Blättern. Das ätherische Öl enthält 1,8-Cineol (40–50 %), Eugenol und diverse Monoterpene. In milden Klimazonen winterhart bis −12 °C; in kontinentalen Klimaten als Topfpflanze zu kultivieren. Blütenbildung im April–Mai (zweihäusig: getrennte Stämme nötig für Fruchtbildung).
Erwarteter Ertrag: 50–200 g Trockenblätter pro Pflanze und Jahr; Blätter jederzeit erntbar, bestes Aroma bei voll entwickelten, dunkelgrünen Blättern.
Die folgenden Schädlinge treten bei Lorbeer besonders häufig auf. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung.
Erkennungszeichen: Wachsartige, weiße Wollpolster (4–8 mm) auf Ästen und Blattunterseiten; darunter braun-rote Schildläuse.
Schadbild: Honigtau und Rußtaupilze; Schwächung des Strauchs; bei Massenbefall Absterben von Ästen.
Bekämpfung: Mechanisch abbürsten; Neem-Öl (5 ml/L); Sommertalmittel; Cryptolaemus montrouzieri.
Erkennungszeichen: Silbrige Stippen auf Blättern; Gespinstfäden; Milben <0,5 mm orangerot.
Schadbild: Chlorotische Stippen; bei starkem Befall Defoliation; Ertrag stark gemindert.
Bekämpfung: Luftfeuchtigkeit erhöhen; Raubmilben; Rapsöl-Emulsat.
Erkennungszeichen: Grüne bis gelbliche Blattläuse auf Triebspitzen; Honigtau; Ameisen.
Schadbild: Triebdeformation; Honigtau und Rußtaupilze; Schwächung.
Bekämpfung: Kaliseife; Nützlinge; Neem-Öl.
Erkennungszeichen: Braun-gelbliche, ovale Schildläuse (3–4 mm) fest an Ästen sitzend; klebrige Honigtau-Ausscheidungen.
Schadbild: Phloem-Saugen schwächt Pflanze; Honigtau fördert Rußtaupilze; Äste können absterben.
Bekämpfung: Mechanisch abkratzen; Mineralöl-Emulsat (1%) im Sommer; Neem-Öl; Sommertalmittel.
Pilzliche und bakterielle Erkrankungen sind bei Lorbeer häufig und können bei ungünstigen Bedingungen schnell zur vollständigen Ernteschädigung führen.
Ursache: Biotropher Pilz bei trockener Luft und 20–28 °C.
Verlauf: Weißmehliger Belag auf Blättern; Blattvergelbung; Triebrückgang.
Prävention & Bekämpfung: Luftzirkulation; Backpulver-Lösung; befallene Blätter entfernen.
Ursache: Pilzbefall bei feuchter, warmer Witterung und verletzten Blättern.
Verlauf: Braune, vertiefte Blattflecken mit dunklem Rand; Blätter fallen ab; Triebe können erkranken.
Prävention & Bekämpfung: Blätter trocken halten; Kupfer-Fungizid; Verletzungen vermeiden.
Ursache: Oomycet bei Staunässe; Lorbeer als Topfpflanze besonders anfällig bei schlechtem Abzug.
Verlauf: Plötzliches Welken; Wurzeln braun-faulig; Pflanze stirbt ab.
Prävention & Bekämpfung: Sehr gut drainierendes Substrat (50% Lava); kein Untersetzer; pH 6,0–7,0.
Ursache: Nekrotropher Pilz bei hoher Luftfeuchtigkeit im Winterquartier.
Verlauf: Grauer Sporenpelz auf Blättern und Zweigen; Zweige sterben ab.
Prävention & Bekämpfung: Winterquartier gut belüften; sparsam gießen; befallene Teile entfernen.
Die folgende Tabelle hilft dir, Symptome an deiner Lorbeer-Pflanze zu identifizieren und die richtige Gegenmaßnahme zu ergreifen. Botanisch präzise Symptombeschreibungen ermöglichen eine schnelle Diagnose.
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Lorbeer-Blätter werden gelb, beginnend an älteren Blättern | Stickstoffmangel: N wird aus älteren in jüngere Blätter remobilisiert. | Stickstoffdünger (Flüssig-Volldünger, 0,5 g/L) alle 14 Tage; pH auf 6,0–7,0 prüfen. |
| Pflanze kräuselt sich und wächst kaum | Blattlausbefall oder Eisenmangel bei zu hohem pH (>7,0). | Blattläuse bekämpfen; pH absenken; Eisenchelat applizieren. |
| Weißer Mehlpuder auf Blättern | Echter Mehltau (Erysiphe spp.) bei trockener Luft und dichtem Stand. | Auslichten; Backpulver-Lösung (1 g/L); befallene Blätter entfernen. |
| Pflanze welkt trotz feuchtem Substrat | Wurzelfäule (Pythium/Phytophthora) durch Staunässe. | Drainage verbessern; Substrat erneuern; Bewässerung reduzieren. |
| Silbrige Stippen auf Blättern | Spinnmilben (Tetranychus urticae): Zellinhalt-Saugschäden. | Luftfeuchtigkeit erhöhen; Raubmilben einsetzen; Rapsöl sprühen. |
| Aroma schwächer als erwartet | Zu viel Stickstoff oder Wasser verdünnt ätherische Öle; Lichtmangel. | Sonnigsten Standort wählen; N-Düngung 2 Wochen vor Ernte stoppen; morgens ernten. |
| Stängel verholzt, kaum neue Triebe | Fehlender Verjüngungsschnitt; natürlicher Alterungsprozess vieler Kräuter. | Regelmäßig zurückschneiden (1/3–2/3 der Masse); Pflanze treibt erneut aus. |
| Pflanzen sterben im Winter ab | Kälteschadenoder Kombination aus Frost und Staunässe. | Gut drainierenden Standort wählen; in Töpfen kalt-frostfrei überwintern; mulchen. |
| Wollbüschel in Blattachseln | Schmierläuse (Planococcus spp.): wachsartige Schutzauflage. | Mechanisch mit Alkohol entfernen; Neem-Öl; Cryptolaemus montrouzieri. |
| Braune Blattränder, "verbrannter" Rand | Salz-/Kaliummangel oder Calciummangel durch ungleichmäßige Bewässerung. | Gleichmäßig gießen; Substrat mit Wasser durchspülen; Calciumpräparat geben. |